Motorik

Es ist wichtig, dass dein Welpe seine motorischen Fähigkeiten trainiert. Das reduziert das Verletzungsrisiko und hilft dem Hund, verschiedene Untergründe und Reize kennenzulernen, wodurch Schreckreaktionen auf ähnliche Untergründe später verringert werden.

Die einzelnen Übungen fördern auch die Konzentrationsfähigkeit deines Hundes. Durch die Zusammenarbeit wird eure Bindung gestärkt und dein Hund wird selbstsicherer.

Beispiele für Motorikübungen:

  • Über eine Wippe laufen
  • Auf kleine Podeste springen
  • Über einen Steg laufen
  • Treppen / Stufen laufen
  • Durch einen Tunnel laufen
  • Über Stangen / Cavaletti laufen
  • Über knisternde Untergründe laufen, z.B. Müllbeutel
  • Über unebene / wackelige Untergründe laufen, z.B. Matratze oder Sitzkissen
  • Und viele mehr

Übungen im Detail:

Die ersten vier Übungen – Wippe, kleine Podeste, Steg, Treppen/Stufen – schulen Körperkoordination und Konzentration.
Welpen können noch nicht dreidimensional sehen; langsames Treppensteigen hilft, dies zu entwickeln. Daher muss dein Welpe nicht überall getragen werden; gezieltes, langsames Treppensteigen ist wichtig für seine Entwicklung.

Durch das Überwinden von Höhen lernt der Hund, diese besser einzuschätzen, und Höhenangst wird abgebaut.

Darauf achten bei den Übungen:

  • Den Hund mit Leckerli locken, damit er sieht, was er tun soll
  • Das Leckerli nicht zu hoch halten beim Springen, sonst springt der Hund eventuell drüber
  • Das Leckerli nicht zu weit weg halten, sonst denkt der Hund, es sei unerreichbar
  • Darauf achten, dass der Hund seine Pfoten bewusst einsetzt, nicht wild umherspringt
  • Immer markieren, wenn der Hund Pfote für Pfote auf ein Objekt setzt, und belohnen
  • Den Hund zu nichts zwingen, nicht an der Leine ziehen oder drücken. Zeit geben oder später erneut versuchen

Tunnel laufen:
Viele Welpen finden dies zunächst gruselig, weil sie nicht wissen, was am Ende wartet. Ziel ist, dass der Welpe Neues erkundet und kurz aus dem Sichtbereich der Bezugsperson ist, aber weiß, dass du da bist, wenn er herauskommt.

Darauf achten bei Tunneln:

  • Mit einem sehr kurzen Tunnel starten
  • Mit Hund auf einer Seite stehen, schnüffeln lassen und abwarten, ob er die Tunnel selbst erkunden möchte
  • Falls nicht, Leckerlis in den Tunnel werfen
  • An welcher Seite der Hund herauskommt, ist zunächst zweitrangig
  • Fehler vermeiden: Am anderen Ende auf den Hund warten und frontal über ihn beugen – dies schreckt eher ab

Cavaletti-Training:
Schult Körperbewusstsein und bewusstes Gehen / Steigen über Stangen

Darauf achten:

  • Hund soll bewusst und langsam über Stangen gehen, nicht schnell
  • Ein Bein nach dem anderen heben und über die Stange führen
  • Den Hund langsam führen oder hinter jeder Stange ein Leckerli platzieren, nicht erst am Ende

Ungewöhnliche Untergründe:

  • Laufen über knisternde oder wackelige Untergründe fördert Körpergefühl
  • Wackelige Untergründe trainieren Gleichgewicht
  • Knisternde Untergründe reduzieren Angst vor Unbekanntem

Auch hier gilt: den Welpen niemals zwingen