Tierarzttraining / Medical Training / Anfass-Übungen

Wofür:
Es ist unerlässlich von Beginn an zu trainieren, den Hund überall anfassen zu können. Der Hund soll Berührungen nicht nur dulden, sondern auch als angenehm empfinden.

Ein Tierarztbesuch kann enormen Stress auslösen. Deshalb ist es wichtig, dass der Hund bereits Berührungen an verschiedenen Körperteilen kennt, um zusätzlichen Stress zu vermeiden.

Beispiele für Körperteile und Übungen:

  • Augen untersuchen
  • Ohren kontrollieren
  • Lefzen hochziehen
  • Maul weit öffnen
  • Rute anheben
  • Vorderbeine / Pfoten untersuchen
  • Hinterbeine / Pfoten untersuchen
  • Auf die Seite legen und Bauch untersuchen
  • Wirbelsäule abtasten
  • Kopf fixieren
  • Körper fixieren

Aufbau der Anfassübungen:
Der Hund soll das Anfassen mit Positivem verbinden, z.B. Futter.

Beispiel Pfoten:

  • Vom oberen Bein entlangstreichen und dabei füttern
  • Intensität des Streichelns langsam steigern
  • Solange der Hund stillhält → belohnen, zieht er die Pfote weg → keine Belohnung

Beim Öffnen des Fangs:

  • Belohnung direkt nach der simulierten Zahnkontrolle
  • So wird das Anfassen positiv verstärkt

Fixierübungen:

  • Neben den Hund setzen, in die gleiche Richtung schauen
  • Rechter Arm über Hund legen
  • Rechte Hand öffnen, das Dreieck zwischen Daumen und Zeigefinger in die Achselhöhle legen
  • Finger auf Unterbauch, linke Hand auf Brust
  • Belohnungen nach und nach mit linker Hand geben
  • Hund nur loslassen, wenn ruhig, nicht bei Zappeln
  • Haltedauer langsam steigern

Hunde auf die Seite legen:

  • In kleinen Schritten üben, da unangenehm für viele Hunde
  • Auf Boden setzen, Hund mit Leckerli ins Platz locken
  • Hand auf die Seite legen, leicht führen, belohnen
  • Belohnung so geben, dass Hund Kopf nach hinten drehen muss
  • Ziel: Schwerpunkt auf die Seite verlagern
  • Üben bis Hund sich auf die Seite legt
  • Keine Gewalt anwenden, nur sanfte Unterstützung bei der Schwerpunktverlagerung